75 Jahre Laeppché - Die Geschichte

Laeppché-Firmengeschichte auf einen Blick (Hintergrundgrafik) 1949 Eine Kiste voller Kugellager 1950 Gründung 1953 Das erste Büro 1957 Umzug in größere Räumlichkeiten 1964 Erstes Firmengebäude 1968 NTN kommt nach Deutschland 1970 Bau erste Lagerhalle "An der Junkerei"/SIMAC 1972 - Bau Bürogebäude - NTN Exklusiv-Vertrag für Norddeutschland 1973 Die Ära Schaeffler 1974 Bau 3. Halle 1977 Gründung GmbH 1978 Beginn gezielter Exportaktivitäten 1988 Handelsmarke ELW 1999 Gründung Sparte Linear 2003 Hendrik Laeppché Eintritt ins Unternehmen 2010 Neubau LCN-Halle 2011 Lohnfertigung CNC 2020 Neuer B2B Onlineshop 2026 Neubau automatisierte Logistikhalle

Laeppché Geschichte


1949

Eine Kiste voller Kugellager fand Ingenieur Eisenhart Laeppché nach Kriegsende 1949 auf einem Trümmergrundstück in Wilhelmshaven auf dem Hafengelände. In der vorherrschenden Mangelwirtschaft nach dem Kriege wusste er als Maschinenbauer, welchen Schatz er gefunden hatte.

1950 Gründung

Im Mai 1950 legte der Unternehmensgründer Eisenhart Laeppché in Wilhelmshaven den Grundstein für unser erfolgreiches Familienunternehmen. Zuverlässigkeit, Kundennähe und Qualität standen bereits zu dieser Zeit im Vordergrund. Daran hat sich bis heute nichts geändert

1953 Das erste Büro

Das erste Büro war eine kleine Dachmansarde über der Mietwohnung in der Sachsenstraße in Wilhelmshaven. In einer gegenüberliegenden Werkstatt, wo die Schlosserei Raschke tätig war, konnte eine kleine Ecke gemietet werden (Arthur Raschke war von 1952-53 Bürgermeister der Stadt Wilhelmshaven). Dort wurde ein Schleifbock aufgebaut. Hier waren Eisenhart und sein Schwiegervater Emil Dirks jeden Tag viele Stunden mit der Instandsetzung von Kugellager tätig. Die Arbeitsbedingungen waren im Winter besonders unangenehm, denn die Halle war ungeheizt und Emil musste die Lager mit meist steifgefrorenen Fingern bearbeiten.

1957 Umzug in größere Räumlichkeiten

Die wachsende Geschäftsentwicklung forderte mehr Platz. Es erfolgte der Umzug in die Brommystraße in Wilhelmshaven. Im Keller eines Einfamilienhauses entstand eine kleine Werkstatt. In der Wohnung gab es einen Büroraum und die ersten beiden Angestellten: Fräulein Hinrichs im Büro, Vater Heldt in der Werkstatt. In den Kellerräumen wurden gebrauchte Kugellager zunächst mit Trichloräthylen (nur Tri genannt) ausgewaschen, überprüft und wieder eingeölt. Der Bedarf in der Industrie war groß, weil es am Markt nicht ausreichend preisgünstige Angebote gab für Wälzlager, geeignet für untergeordnete Anwendungen. Das änderte sich allmählich mit dem Bezug von Lagern aus der DDR und anderen osteuropäischen Ländern.

1964 Umzug in die Friedenstraße

Entstanden war ein erstes eigenes Firmengebäude mit Büro und angeschlossener Halle. Die Anzahl der Mitarbeiter vergrößerte sich auf sieben.

1968 NTN kommt nach Deutschland

NTN als führender japanischer Wälzlagerhersteller mit höchster Qualitätsstufe unternahm erste Schritte, um Lager in Europa zu verkaufen. Neben den Direktkontakten zu großen Bedarfsträgern in der Industrie wollte man auch ein Handelskonzept entwickeln.Die Aufmerksamkeit richtete sich früh auf die Firma Laeppché. Es entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit für beide Seiten. Später wurde Eisenhart Laeppché als Wegbereiter für das gesamte europäische Handelsgeschäft ausgezeichnet.

1970 Bau der Lagerhalle "An der Junkerei", Grüdung SIMAC GmbH

Die geschäftliche Entwicklung mit unserem Premium-Hersteller NTN nahm sehr positive Formen an. Der Markt verlangte aber auch nach preiswerteren Kugellagern mit geringerem Anspruch an Qualität. Also entwickelte der Firmengründer Ideen zur Beschaffung entsprechender Kugellager. Der Blick ging nach Osteuropa und in die damalige DDR. Es entwickelten sich zwei Qualitätsstandards innerhalb des Unternehmens. Eine klare Trennung wurde notwendig. Mit der Gründung der Simac GmbH, die sich ausschließlich um den Einkauf von Lagern geringer Qualität kümmerte, wurde diese Trennung vollzogen. Der Name SIMAC entstand aus den Anfangsbuchstaben der drei Gründungsgesellschafter, Sigrid (Tochter von Eisenhart Laeppché), Mady (Ehefrau von Eisenhart) und Claus-Peter (Sohn von Eisenhart).

1972 Bau des Bürogebäudes mit Wohnung im 1. Stock, NTN Exklusive-Vertrag für Norddeutschland 1973 Die Ära INA/Schaeffler beginnt

Blicken wir etwas zurück in die zweite Hälfte der 1960er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Da bestanden erste Kontakte zum Nadellagerhersteller INA. Mit Claus-Peter Laeppché startete die zweite Generation im Jahre 1973 ins Familienunternehmen. Der Sohn von Eisenhart arbeitete nach Abschluss seines Betriebswirtschaftsstudiums vorher für zweieinhalb Jahre als Direktionsassistent bei INA. Zum Zeitpunkt seines Eintritts in das väterliche Unternehmen betrug der INA-Umsatz 50.000 DM im Jahr. Wie nützlich die Kontakte zum Hause Schaeffler waren, zeigte sich bald in dem deutlich steigenden jährlichen Umsatz, denn INA wurde ein immer wichtigerer Lieferant und Vertragspartner.

1974 Bau einer weiteren Lagerhalle

Die Erweiterung der Lagerkapazitäten war nicht von langer Dauer. Es folgte wenig später der Bau einer dritten Halle.

1977 Gründung Eisenhart Laeppché GmbH

Claus-Peter Laeppché gründete seine eigene Firma. Diese wurde im Laufe der Jahre die umsatzstärkste Firma in der gesamten Unternehmensgruppe.

1978 Beginn gezielter Exportaktivitäten

Geschäftsbeziehungen nach Holland, England, Italien und Spanien standen am Anfang. Zugute kamen der stetig wachsende Lagerbestand und die Vielfalt der Artikel. Weitere europäische Länder kamen bald hinzu. Mit den regelmäßigen Auslandsreisen von Claus-Peter Laeppché entstand schließlich ein Netzwerk rund um den Globus. Kunden in Japan, Hongkong, Singapur, Südkorea und Indonesien entwickelten sich, aber auch in Südafrika und Südamerika konnte das Wilhelmshavener Unternehmen Fuß fassen. Im Rahmen der Auslandsreisen ergaben sich auch interessante Einkaufsquellen, die zur Erweiterung des Portfolios genutzt wurden.

1988 Handelsmarke ELW

Im Jahr 1988 begann Laeppché mit der Produktion von Lagern unter der Handelsmarke ELW, um unser Produktportfolio neben den Angeboten von Premium-Herstellern zu erweitern.

1999 Gründung der Sparte Linear 2003 Hendrik Laeppché Eintritt ins Unternehmen 2010 Neubau LCN-Halle 2011 Lohnfertigung CNC

Das Jahr 2011 markierte für Laeppché einen entscheidenden Wendepunkt in Bezug auf Weiterentwicklung und Wachstum. Mit dem Neubau einer hochmodernen Fertigungshalle und der Einführung des neuen Geschäftsbereichs Lineartechnik haben wir nicht nur unsere Produktionskapazitäten wesentlich erweitert, sondern auch unser technologisches Portfolio vergrößert.

2020 Neuer Onlineshop

Ab dem Jahr 2020 verstärkte Laeppché seinen Fokus auf den Online-Vertrieb und setzte neue Maßstäbe in der digitalen Kundenbetreuung. Die Verbesserung unserer E-Services war ein entscheidender Schritt, um den sich verändernden Marktbedingungen und den wachsenden Kundenanforderungen gerecht zu werden.

2026 Neubau automatisierte Logistikhalle
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